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Welcome to Theo Danella Collection

Eine Collection, die nicht alltäglich ist.

Danellas Stil- und Technik-Mix reflektiert die regelrechte Überspannung der optischen Eindrücke im Internet-Zeitalter und lässt dabei für den Betrachter etwas die Luft raus. Denn Bilderfluten erreichen täglich Milliarden. Manches, das reizvoll erscheint, wirkt bei genauem Hinsehen als reine technische Spielerei. Ein kurzer Aha-Effekt und schon mündet dieser Eindruck in einer gedanklichen Verblassung. Anders bei einigen Kuriositäten der Danella-Collection.  Kein avantgardistischer Aufmacher, keine schmutzigen Leinwände mit Anleihen an die beuys-verklärten Bilder oder Objekte, die sein Wahrnehmungsvermögen während seiner Kindheit bereicherten.

Danella scheint – eher künstler-untypisch - offenbar nie eine ernsthafte Depression überwunden zu haben. Schlichtweg deshalb, weil vielleicht zu keinem Zeitpunkt eine auftrat. Ob das am Ende ein Defizit darstellt - rein künstlerisch? Egal. Jedenfalls erfrischt der Maler insbesondere mit seiner Marilyn-Collection und führt dabei den Betrachter unprätentiös an das Glamour-Thema, nimmt ihn (oder sie) bei der Hand und geht einige Schritte stilistisch hin und her. Dass es sich beim Look der Bilder oft um Jahrhunderte handelt ist unerheblich. „Was wäre dem flämischen Frühbarock passiert, hätte dieser schon den Siebdruck zum Einsatz gebracht“ fabuliert Danella. Und: „Wie viele wirklich schöne Frauen gibt es, die über Jahrzehnte nichts von Ihrer Ausstrahlung verloren haben?“

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Die neuerdings aufgetauchten Frosch-Darstellungen lassen in dieser Kombination gar Märchenhaftes erahnen.
Seiner Ansicht nach ist die Vielfalt der technischen Möglichkeiten aktuell eine echte Herausforderung. Insofern sieht er sich mehr als Dirigent seiner Werke, nicht so sehr als „Erschaffer“. Eine Leinwand zu grundieren sei noch vor hundert Jahren eine (teils giftige) arbeits- und zeitintensive Angelegenheit gewesen.
Als es noch keine Sprays, Computer-Programme, Druckmaschinen für den privaten Gebrauch und sonstige Medien gab, hatte der Mensch zu Bildern eine andere Beziehung. Ganz besonders aber die „Malers-Menschen“. So zumindest seine Überzeugung.

Denn Meister der klassischen Moderne bspw. hätten auf einem Tablet-PC bestimmt schnell und „mobil“ noch produktiver sein können, als sie es ohnehin waren. Der Vergleich möge lediglich auf die Produktivität hinauslaufen. Doch vergesse man dabei nicht, wie sehr sich Zeitgeschehnisse auf das Wirken von Künstlern niederschlagen. All das scheint bei Danella aber irgendwie zu fehlen.
 

Die Frage also bleibt: Wovon lässt sich ein Künstler beeinflussen? Ist es gar eine „künstlerische“ Haltung, sich beispielsweise eben mal von gar nichts Aktuellem beeinflussen zu lassen? Andersherum gefragt: Sollten sich Maler - von den Mayas inspiriert - nur noch bis 21.12.2012 Leinwand und Farbe kaufen? Bei Danella ist das so eine Sache: Es wird kein Anspruch nach außen erhoben. Andererseits fällt es schwer, die Werke in eine „Art-Deco“-Ecke zu stellen oder als verkappte Pop-Art mit Renaissance-Rückspiegel abzustempeln.

Mona Lisa auf T-Shirt – hätte Leonardo sich dies vorstellen können? Sei`s drum. An Duchamps Mona Lisa erinnert er sich zwar gut, sieht sich aber trotz des Aufgreifens des Themas hier unbeeindruckt.

„Ein Maler malt, was er verkauft, ein Künstler verkauft, was er malt“. Diesen Spruch übernimmt Danella irgendwie in einigen seiner Werke und verrät vielleicht eine Affinität zum eingangs erwähnten Krefelder Mega-Künstler seiner Kindertage. Dabei betont er immer wieder, dass nicht der Künstler an sich, sondern das Werk Mittelpunkt sein möge. Das ganze Kunst-Gerede wirkt immer öfter wie eitle Phrasendrescherei. Wer will da Widerrede halten?



Mit Auftragskunst ist man übrigens bei ihm an der falschen Adresse. Aufgetauchte Landschafts-Bilder mit Flussläufen oder Baumgruppen schüren zwar das Gerücht. Doch selbst auf Nachfrage ist hier keine Resonanz zu erwarten.

Ein Trost, dass zumindest die Exemplare, die der Veröffentlichung zugeführt werden i.d.R. auch als Drucke erhältlich sind. Gerade deshalb kann diese Collection für den Betrachter eine unterhaltsame Angelegenheit sein. Ohne philosophischen Überbau, ohne Anspruch auf „Größe“, ohne Eitelkeiten und vermeintliche Erwartung, sondern einfach nur schön anzuschauen, nicht uninteressant…

…„Würde ich mir glatt an die Wand hängen“.

Und das ist es doch, was sich ein Bild vom Leben erwartet, “stimmt`s?”

 

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